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Wer ist pflegebedürftig ?

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßigwiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen. Zentraler Punkt dieser Definition ist der regelmäßig nötige Hilfebedarf bei den alltäglich wiederkehrenden Verrichtungen, nicht jedoch ein allgemeiner Betreuungsbedarf oder eine vorübergehend notwendige Hilfe. Als Krankheiten oder Behinderungen, die einen solchen regelmäßigen Hilfebedarf verursachen können, gelten:

Verluste, Lähmungen oder andere Funktionsstörungenam Stütz- und Bewegungsapparat
Funktionsstörungen der inneren Organe oder der Sinnesorgane
Störungen des Zentralnervensystems wie Antriebs-,Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen sowie endogene Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen

Der Hilfebedarf

Eine „pflegerische Hilfeleistung“ im Sinne der Pflegeversicherung bedeutet, einen hilfebedürftigen Menschen bei seinen alltäglichen Verrichtungen zu unterstützen, ihn anzuleiten und zu beaufsichtigen oder, wenn es nicht anders geht, diese Verrichtungen teilweise oder ganz zu übernehmen. Dabei sollte jede Hilfe darauf achten, die Eigenständigkeit des Pflegebedürftigen möglichst zu erhalten. Die pflegerische Hilfe bei den im Gesetz sogenannten „gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen“ ist in vier Bereiche – Körperpflege, Ernährung, Mobilität und Haushalt – eingeteilt. Die ersten drei Bereiche gelten als „Grundpflege“. Im Einzelnen sind folgende Tätigkeiten gemeint:

Im Bereich der Körperpflege das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das Kämmen, Rasieren, die Darm- oder Blasenentleerung
im Bereich der Ernährung das mundgerechte Zubereiten der Mahlzeitenund die Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme
im Bereich der Mobilität das selbstständige Aufstehen und Zubettgehen,An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassenund Wiederaufsuchen der Wohnung
im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung das Einkaufen, Kochen,Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäscheund Kleidung sowie das Beheizen der Wohnung.

Voraussetzung für die Anerkennung als Pflegebedürftiger ist ein Hilfebedarf von mindestens 90 Minuten täglich (Stufe I). Die notwendige Hilfe im Bereich der Grundpflegemuss dabei die meiste Zeit in Anspruch nehmen. Wer also beim Waschen, Ankleiden und Essen täglich weniger als 45 Minuten Unterstützung braucht, es aber nicht mehr schafft, seinen Haushalt selbstständig zu führen, kann nicht mit Leistungen aus der Pflegeversicherung rechnen.
(Quelle: BMG)

Die Pflegestufen
Das Antragsverfahren
Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK)
Die Leistungen

Wenn die Eltern zum Pflegefall werden (ZDF-Video)
Pflegefall - was nun? (WDR-Video)
Schicksalsschlag - was nun? (WDR-Video)
Broschüre "Pflegebedürftig. Was nun?" vom Bundesministerium für Gesundheit (Download)
Broschüre "Pflegen zu Hause" vom Bundesministerium für Gesundheit (Download)
Broschüre "Alles was Sie zur Pflege wissen müssen." vom Bundesministerium für Gesundheit (Download)
Buchtipps zur Pflegeversicherung - 3 Ratgeber

 

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